Am Heppenheimer Grünzug erläutert die SPD bei ihrer Sommertour, wie die Flächen umgestaltet werden können. Foto: Karl-Heinz Köppner

In den siebziger Jahren hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, dass ein Grünzug Wohnflächen und Gewerbegebiet voneinander trennen soll. Diesen Grünzug gibt es noch immer, auch wenn er an manchen Stellen ganz schön schmal geworden ist. Aber längst hat er die Funktion verloren, Wohnen und Arbeiten voneinander zu trennen, weil die Bevölkerungsentwicklung der Stadt die damaligen Prognosen weit übertroffen hat.

Dennoch bleiben die unversiegelten Flächen im Nordwesten der Stadt links und rechts des Hambachs und im Tongrubengebiet, wie auch der gesamte Grünzug, von unschätzbarer Bedeutung für die Gesundheit aller, finden nicht nur die Vertreter der Heppenheimer SPD, die am Montagabend bei ihrer Sommertour zu einer Begehung eingeladen hatten.


MOTORFAHRZEUGE BLEIBEN DRAUSSEN

Nun sieht man sie überall in der Stadt: Nach und nach wurden in den vergangenen Wochen Behälter mit Hundekotbeuteln samt dazugehörigen Mülleimern installiert, die von den Gassigängern gut angenommen würden, hieß es.

Am Ende des Regenrückhaltebeckens könnte in naher Zukunft weiterer sozialer Wohnungsbau verwirklicht werden, war bei der Begehung ebenfalls zu erfahren.

Die Wege, die künftig im Grünzug durch Heppenheim führen sollen, werden nicht geteert oder gepflastert, sollen aber für Radler, Fußgänger, Kinderwagen, Rollstühle und Rollatoren begeh- und befahrbar sein.

Für die Beleuchtung wären eventuell Solarlaternen eine Alternative – doch noch seien diese von „labiler Haltbarkeit“, so Jean Bernd Neumann. (rid/ü)


Seit einem Jahr gibt es einen Planungsauftrag

Zusammen mit dem Bruchseeviereck soll der Grüngürtel nach dem jüngsten Wahlprogramm der SPD Heppenheim schrittweise zu einem Ort der Erholung und Freizeitnutzung umgestaltet werden, zum Beispiel mit Geh- und Radwegen, Freiräumen für Kinder und Jugendliche und auch Einrichtungen wie Grillplätzen. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Jean-Bernd Neumann sowie Sonja Eck, Mitglied im Bau- Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss, erläuterten Schritt für Schritt die Wegeführung des Grünzuges. Mancher Teilnehmer bekam dabei ganz neue Einblicke.

Vom Jochimsee bis zum Bruchsee könnten die Heppenheimer quer durchs Grüne laufen oder radeln, würden die Umgestaltungspläne in die Tat umgesetzt werden. Seit einem Jahr gibt es – wieder einmal – einen konkreten Planungsauftrag. Dort, wo der Grüngürtel festgeschrieben wurde, ist auch künftig keine Bebauung möglich. Hier und da, etwa an der Mozartstraße, ist links und rechts des Weges teilweise jedoch nur noch wenig Grün vorhanden. Ein Kompromiss, den man eingehen musste, um Wohnraum zu schaffen, so Neumann.

Los ging die Begehung am Gelände des Reit- und Fahrvereins in Richtung Tennisplatz. Der Grünzug verläuft bei weitem nicht überall dort, wo bereits Wege vorhanden sind. Sonst wäre die Planung auch nicht so aufwendig und die Umsetzung vielleicht schon längst erfolgt.

Andrea Pfeilsticker, Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins, befürwortet den Verbindungsweg quer durch die Stadt, auch, wenn er über das Reitgelände führen würde. Es sei eine positive Sache, die Sportstätten – in diesem Fall Reitgelände und Tennisplätze – miteinander zu verbinden. Sicher müssten besonders die Radler Regeln einhalten, nicht laut klingelnd über das Gelände rasen. Aber dahingehend hat sie keine Bedenken. „Man muss klare Regeln vorgeben“, unterstrich Gerhard Herbert, ehemaliger Bürgermeister der Stadt.

Da sich die Gruppe nicht durch das dichte Gebüsch zum Tennisplatz schlagen wollte, ging es über die „Lahrbach“ weiter. Diese Schneisen, wo heute noch undurchdringliches Gebüsch ist, gilt es im Zuge der Umgestaltung zu schlagen. Freilich so schmal wie möglich, es sollen nur Rad- und Spazierwege entstehen und keine Straßen. Vom – angenommenen – Weg über die Tennisanlage ginge es in Gedanken weiter über eine noch zu bauende Brücke über den Bach, dann tatsächlich vorbei am Bolzplatz und am kleinen Spielplatz bis zur Mozartstraße.

Biotop im Regenrückhaltebecken

An dieser Stelle ist der Grünzug nahe der Willy-Brandt-Straße ein Stück unterbrochen, geht erst weiter im großen Regenrückhaltebecken, das sich mittlerweile zum grünen Paradies entwickelt hat.

Vor zwei Jahren wurde der dortige Spielplatz neu gestaltet – die Seilbahn probierten Gerhard Herbert, Egon Eisermann, Michael Eck und erste Stadträtin Christine Bender gleich mal aus. Entstanden ist das Regenrückhaltebecken Anfang der 90er Jahre. Mittlerweile sind Teile davon ein Biotop, eine Oase zur Erholung in der Stadt für Mensch und Tier. Über den Bach ging es weiter entlang des Grünzuges, der neben der Konrad-Adenauer-Straße weiterführt. Am Bruchsee endete schließlich der informative Spaziergang. Gemeinsam wurde eingekehrt, zahlreiche Fragen wurden gestellt und beantwortet.

Aus dem Starkenburger Echo vom 23.08.2017

Montag, den 21.08.17 treffen sich die Fraktion sowie Mitglieder und Freunde der SPD um 18:15 Uhr am Reitstall in der Heinrich-Heine-Straße, um sich mit dem Grünzug zu beschäftigen.

Nach einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung aus den siebziger Jahren soll der Grünzug Wohn- und Gewerbegebiet trennen. Die unversiegelten Flächen im Nordwesten der Stadt links und rechts des Hambachs und im Tongrubengebiet sind, wie der gesamte Grünzug, von unschätzbarer Bedeutung für die Gesundheit aller. Zusammen mit dem Bruchseeviereck (zwischen Bruchsee und Erbachwiesenweg) soll der Grüngürtel nach dem letzten Wahlprogramm der SPD Heppenheim schrittweise zu einem Ort der Erholung und Freizeitnutzung umgestaltet werden, zum Beispiel mit Geh- und Radwegen, Freiräumen für Kinder und Jugendliche und auch Einrichtungen wie Grillplätzen.

Bei der geplanten SPD-Veranstaltung zum Heppenheimer Grünzug soll es nach der Vorstellung des Grünzuges vom Jochimsee bis zum Bruchsee über die Straße der Heimkehrer, In der Lahrbach, über die Mozartstr. zur WillyBrandt-Straße zum Feuchtbiotop gehen. Gegen 18:45 Uhr wird die Gruppe an der Ecke Willy-Brandt-Straße – Feuchtbiotop eintreffen. Hier ist eine Pause eingeplant, um auch interessierte Anwohnern, die nicht mitlaufen wollen, mit Mitgliedern der SPD Fraktion ins Gespräch zu kommen und natürlich auch Anregungen zu geben.

Danach führt der Weg der Gruppe weiter über das neugestaltete Feuchtbiotop mit Fledermauswohnungen, dem neu gestalteten Spielplatz zum Brückchen über den Stadtbach.

Von dort geht es weiter zum Bruchsee, wo die Veranstaltung gegen 19:20 Uhr mit der Möglichkeit einer gemeinsamen Einkehr endet.
Pressemitteilung der SPD Heppenheim vom 17.08.2017

Besucher aus den Reihen von CDU und SPD mit Stadtbrandinspektor Werner Trares

FEUERWEHR CDU und SPD lassen sich im Stützpunkt über aktuelle Situation informieren

Die Ehrenamtlichen der Feuerwehr sind unverzichtbar, und das nicht nur als Retter. Auch im kulturellen Bereich spielen sie eine weit größere Rolle, als vielen bewusst ist, aber deutlich wurde, als Heppenheims CDU und SPD am Montagabend gemeinsam Station im Stützpunkt an der Dieselstraße machten. Der Termin, an dem auch der CDU-Bundestagsabgeordnete und Staatssekretär im Finanzministerium Dr. Michael Meister teilnahm, war der Abschluss der Sommertouren beider Parteien, die seit dem vergangenen Jahr in einer Koalition im Stadtparlament zusammenarbeiten.

Stadt müsste ersatzweise 50 Beamte einstellen

Es war Stadtbrandinspektor Werner Trares, der an seinem Geburtstag bereitwillig und fast eine Stunde lang Informationen rund um das Thema Feuerwehr lieferte, bevor man sich auf einen Rundgang durch die Gebäude begab. Da waren interessante Zahlen zu hören, wie zum Beispiel die Zahl 50: So viele beamtete Kräfte müssten von der Stadt eingestellt und bezahlt werden, wollte man die derzeit 320 Feuerwehrmänner und -frauen ersetzen, die den Brandschutz der Kreisstadt ehrenamtlich sicherstellen. Stattdessen gibt es nur zwei hauptamtliche Kräfte – Gerätewarte – und einen „Bufdi“ (Bundesfreiwilligendienst), der sich um die Brandschutzerziehung in Kindergärten und Grundschulen kümmert.

Im Schnitt 60 bis 80 der Einsatzkräfte sind auch tagsüber erreichbar und damit bei Bedarf verfügbar. Was wesentlich damit zu tun hat, dass viele bei Stadt und Stadtwerken beschäftigt sind. Die Bereitschaft, in der Feuerwehr mitzuarbeiten, ist ein Einstellungskriterium. Immer wieder aufgefrischt werden kann die Einsatztruppe dadurch, dass Bambini- und Jugendfeuerwehr Nachwuchs bringen.

Ortstermin: Besucher aus den Reihen von CDU und SPD mit Stadtbrandinspektor Werner Trares (Zweiter von links) im Heppenheimer Feuerwehrstützpunkt. Recht im Bild ist der frühere, für die Feuerwehr umgebaute Milchlaster zu sehen. Foto: Dagmar Jährling

 

Heppenheims Feuerwehr besteht aus acht Abteilungen – Heppenheim-Mitte und den Stadtteilfeuerwehren, denen zum Teil spezifische Aufgaben zugewiesen werden. Auf rund 250 Einsätze kommen Heppenheims Feuerwehren in jedem Jahr, hinzukommen 120 Sicherheitsdienste. Allein bei den Festspielen sind laut Trares jeden Abend vier Feuerwehrleute im Einsatz. Es gibt 120 Atemschutzträger und pro Jahr werden 60 bis 70 Kräfte zur Fortbildung geschickt. Die Ehrenamtlichen kümmern sich auch um Fahrzeugpflege, das 1971 bezogene Gebäude, Technik, bringen ihr handwerkliches Können ein und sparen der Feuerwehr und damit der Stadt viel Geld.

Immer wichtiger wird mit Blick auf die begrenzten Finanzen die interkommunale Zusammenarbeit. So gibt es beispielsweise einen „Atemschutzverbund“ mit Rimbach sowie Mörlenbach, und mit Bensheim teilt man sich die Pflege von Schläuchen und Einsatzkleidung: Bensheim kümmert sich um die Schläuche, Heppenheim um die Einsatzkleidung. Nach Ärger mit der derzeitigen Atemschutzstrecke wird, so Trares, über eine Alternative in Zusammenarbeit mit Bensheim nachgedacht.

Aber auch die Zusammenarbeit mit Stadt, Stadtwerken und vor allem Baubetriebshof nennt Trares „lobenswert“; man hilft sich gegenseitig, wo immer es nötig ist. Selbst die Politik, in diesem Fall Stadtparlament und Magistrat, bekommt Lob vom Stadtbrandinspektor, mit dem seit 2002 und alle fünf Jahre ein Feuerwehrbedarfsplan ausgearbeitet (und peu-à-peu abgearbeitet) wird.

Funk mal analog, mal digital

Nach wie vor unbefriedigend ist dagegen nach Darstellung von Trares, der Verwaltungsmitarbeiter und seit 28 Jahren „nebenbei“ als Stadtbrandinspektor im Dienst ist, die 2004 gestartete Umstellung auf digitalen Funk. Weil der Empfang in Teilen des Einsatzgebietes eher mau ist, muss nach wie vor die analoge Technik bereitgehalten und genutzt werden.

Dass Heppenheims Feuerwehr so gut funktioniert, hat nicht zuletzt mit dem Feuerwehrverein zu tun. Der verschafft der Einsatzabteilung mit vielerlei Aktivitäten auch finanziellen Rückhalt, vor allem aber stellt er eine Brücke zur Bevölkerung dar. Ohne die Feuerwehr, so Trares, müsste man auf etliche Feste verzichten. Zu denen übrigens auch immer wieder die Musikzüge mit ihren 150 Mitgliedern beitragen.


40 EINSATZFAHRZEUGE

Der ganze Stolz der Heppenheimer Feuerwehren ist ihr Fuhrpark, der derzeit 40 Einsatzfahrzeuge zählt. Neueste Errungenschaft ist ein Tanklaster, mit dem früher Milch transportiert wurde. Der Tank fasst 12 000 Liter Wasser, die nicht nur bei Feuer zum Einsatz kommen können, sondern auch (wie bereits geschehen) Hilfe bringen, wenn die Quellen wie beispielsweise in Ober-Laudenbach nicht mehr genug schütten.

Weitere Errungenschaften in den Fahrzeughallen sind ein riesiges, 80 000 Euro teures Gebläse, und ein mobiler Stromgenerator, der in Notfällen zum Einsatz kommt. (jr)


Aus dem Starkenburg Echo vom 09.08.2017

Ein Präsent für die Erste Stadträtin: Andrea Pfeilsticker (von links), Christine Bender, Sonja Eck und Martina Hardt-Holler. Foto AsF

Andrea Pfeilsticker, Sonja Eck und Martina Hardt-Holler von der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) haben einen Antrittsbesuch bei Heppenheims Erster Stadträtin Christine Bender im Rathaus absolviert. „Es freut mich sehr, dass mit Christine Bender erstmals eine Frau als Stellvertreterin des Bürgermeisters im Heppenheimer Rathaus sitzt“, sagte Martina Hardt-Holler, die Vorsitzende der Heppenheimer AsF, im Büro der Ersten Stadträtin. Ganz besonders erfreut zeigte sich die Vorsitzende darüber, dass Christine Bender über ihre Arbeitsgemeinschaft den Weg in die Politik gefunden habe.

Nun seien zwei AsF-Frauen in Führungsfunktionen in der Stadt: neben Christine Bender ist dies Andrea Pfeilsticker. Sie ist die Vorsitzende der SPD-Fraktion im Stadtparlament.

 

Aus dem Starkenburger Echo vom 04.08.2017

Infos vom Fachmann: ADFC-Vorsitzender Matthias Gehrmann (rechts) am Marktplatz beim Start zur Radtour mit der SPD. Foto: Dagmar Jährling

Ein bisschen besser ist es schon geworden, aber von einem „Radlerparadies“ ist Heppenheim noch weit entfernt. Das war aus Informationen herauszuhören, die Matthias Gehrmann, Vorsitzender des ADFC (Allgemeiner Deutsche Fahrrad Club) Bergstraße, am Montagabend während einer Radtour der Heppenheimer SPD vermittelte. Gehrmann war einer Einladung von Fraktion und Ortsverein gefolgt, begleitet wurde er von ADFC-Vorstandsmitglied Ralf Dickhaut.

Kreisel auch für Radler

Los ging es am Heppenheimer Marktplatz, aber um den ging es natürlich nicht. Die Tour führte vielmehr an einigen neuralgischen Punkten in der (Rad-)Verkehrsführung vorbei, die aus Sicht des Fachmanns verbesserungswürdig sind. Erste Station war die Kreuzung Ludwigstraße/Erbacher Tal/Bürgermeister-Metzendorf-Straße (B 3/L3120/L3398), die im nächsten Jahr mit einem Verkehrskreisel versehen werden soll. Von Interesse für Radfahrer hier ist, wie sie den Kreisel künftig passieren werden: Auf eigenen Spuren oder im Kreisel selbst, also dort, wo auch Autos und Lkw rollen. Selbst im ADFC ist man uneins, was besser ist – die einen sehen Radler auf eigenen Wegen besser geschützt, vor allem entlang von Bundesstraßen, die anderen vertreten die Ansicht, dass das Miteinander von motorisierten und nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmern die gegenseitige Rücksichtnahme schult.


PROBLEM „GEISTERFAHRER“

„Geisterfahrer“ gibt es nicht nur motorisiert, sondern auch unter Radlern – nämlich die, die beispielsweise auf den getrennten und gut ausgebauten Radwegen entlang der Ludwigstraße entgegen der Fahrrichtung unterwegs sind. Was ebenso gefährlich werden kann wie Autofahrer, die aus der Gräffstraße in Richtung B 3 rollen und beim Versuch, sich einen Überblick zu verschaffen, den Radweg blockieren.


Ein zunehmendes Problem, erfuhren die SPDler bei ihrer Tour, sind in dieser Situation Verkehrsteilnehmer mit Elektro-Fahrrädern: Sie sind immer schneller unterwegs und immer öfter in Unfälle verwickelt sind. (jr)

Ein Problem im Erbacher Tal ist auch das Fehlen jedweder Radwege. Abhilfe bergauf könnten Radstreifen, bergab Schutzstreifen (die von Autos überfahren werden dürfen) bieten. Wichtig wären solche Hilfen nicht zuletzt deshalb, weil es im Bereich des Friedhofs viele Besucher gibt, die man so vielleicht überzeugen könnte, das Auto öfter stehen zu lassen und das Rad zu nutzen. Gleiches könnte man wohl auch an der Bürgermeister-Metzendorf-Straße erreichen, gäbe es einen brauchbaren Radweg in Richtung Tiergartenstraße, wo viele Verbrauchermärkte angesiedelt sind. Versuche der Stadt, hier einen Radstreifen einzurichten, sind laut Gehrmann bislang aber an Hessen Mobil gescheitert, das eine solche Lösung wegen der Nutzung der Strecke durch viele Lkw für zu gefährlich hält.

Ein immer wieder gern diskutiertes und auch am Montagabend aufgegriffenes Thema sind Radfahrer in der Fußgängerzone. Die ist klein und gut frequentiert, Konflikte sind deshalb programmiert. Trotzdem kann Matthias Gehrmann sich so wie der eine oder andere Sozialdemokrat eine Freigabe für Radler vorstellen: Abends und bis zum frühen Morgen, beispielsweise von 19 bis 9 Uhr. Ob es hierfür eine Mehrheit gäbe (und die Ortspolizeibehörde, also der Bürgermeister einem entsprechenden Vorschlag folgen würde), bleibt abzuwarten. Problemloser ließen sich wohl zusätzliche und sichere Abstellplätze für Räder in der und rund um die Fußgängerzone installieren – schlichte, einfache Bügel so wie am Ende der Marktstraße (am Filou) würden diesen Zweck bestens erfüllen, wie Gehrmann deutlich machte. Und wenn es dann noch ein, zwei Elektrotankstellen (für E-Bikes) gäbe, würden vielleicht noch einige mehr auf das Auto für den Einkauf in der Bachgass‘ verzichten.

Postknoten ist das größte Problem

Ein ganz großes Manko, wurde gegen Ende der Tour deutlich, ist und bleibt die (Rad-)Fahrt durch die Innenstadt und über den Postknoten. Eine Chance, hier besser durchzukommen, hätte man nur, wenn man den motorisierten Verkehr massiv beschneiden würde, so, wie es in Teilen der Mannheimer Innenstadt gemacht worden ist.

Bevor die Teilnehmer ihre Tour bei einem Bier im Alten Schlachthof und damit im Trockenen beendeten, ging es noch kurz in die Nordstadt. Hier ärgert Radfahrer insbesondere eine Barriere am Durchgang des Lärmschutzwalls, vermisst wird aber auch die Möglichkeit, gefahrlos von der Kalterer Straße in die Fußgängerunterführung Im Schlüssel abbiegen zu können.